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Die alten Namen der Veste und Burg werden uns als Albmegg, Alpeck, Almeck, aber auch als "Veste an der Alben" - womit der heutige Almfluß gemeint ist - überliefert. Der alte, in der Natur andeutungsweise noch sichtbare Burggraben vor der Anlage, wird seit einigen Jahren zugeschüttet - er hat früher den östlichen und südlichen Burgteil umgeben. Almegg ist eine der ältesten Befestigungsanlagen des Landes. Die Grundfesten sind noch aus der Zeit Karl des Großen. Die Chronik berichtet von einer Stiftungsurkunde aus dem Jahr 779 von Tassilo III, Herzog von Bayern, dem Stifter Kremsmünsters, der 788 von Karl dem Großen im Zuge der Beseitigung der älteren Stammesherzogstümer abgesetzt wurde und als Mönch in einem fränkischen Kloster sein Leben beschließt.

Die Geschichte Almegg's in den folgenden 12 Jahrhunderten ist abwechslungsreich und bewegt und spiegelt die politische Entwicklung des Landes wider. Im 12. und 13. Jahrhundert ist das "castrum Albeck", wie eine alte Urkunde berichtet, im Besitze des Klosters Kremsmünster. Später geht die Burg in die landesfürstliche Lehenschaft über. Im 14. und 15. Jahrhundert werden verschiedene Mitglieder der Familie der Sachsen mit Almegg belehnt. Totenschilder dieses Geschlechtes sind noch in der Taufkapelle der Pfarrkirche Steinerkirchen zu sehen. Ein blutiges Ereignis findet in einem alten Vertrag, den die Brüder Hans und Oswald die Sachsen mit ihrem Nachbarn Aspan von Wimsbach schlossen, seinen Niederschlag: Aspan hatte einen Bruder der Sachsen erschossen und die blutige Fehde sollte nun mit diesen Vertrag beendet werden.

Kaiser Ferdinand I., der Bruder Karl V, - übrigens ein direkter Vorfahre der heutigen Besitzer - belehnte die Familie Zeller von Zellersreut mit der Festung, die damals bedeutende Ausmaße hatte und so mächtig war, daß sie allein für einen Reichskrieg vier Reiter und 12 Mann zu Fuß aufzubieten und zu finanzieren hatte - eine für heutige Begriffe enorme Belastung.
In den kommenden Jahrhunderten, die zweifellos einen bisherigen Höhepunkt der Entwicklung des Hauses darstellten, war Almegg (bis 1808) im Besitze der Grafen von Hohenfeld. 1626 wurde Almegg, das damals ein Hort des ständischen Widerstandes war, der sich in einer gemeinsamen Aktion der oberösterreichischen Bauern und des einheimischen Adels gegen die bayerische Besatzung unter Führung des Grafen Herberstorff bildete, von General Löbel und seinen Soldaten geplündert und angezündet. Almegg hat sich von diesem schrecklichen Ereignis aber bald erholt: Um 1750 gehörten zur Herrschaft 103 Untertanen; die reinen Herrschaftseinkünfte beliefen sich auf jährlich 1420 Gulden - für die damalige Zeit eine ganz beachtliche Summe. Nach 1808 unterlag die Veste einem raschen Besitzerwechsel, der sich sicherlich für Haus und Hof nicht gut auswirkte. Erst mit dem Erwerb des Schlosses durch den Freiherrn Franz von Handel und dessen Gemahlin Marie von Guaita, setzte wieder die familiäre Kontinuität in der Erbfolge des Schlosses ein, das seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts im Handel'schen Familienbesitz ist.
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