Sehenswertes

Aussenanlage

68kB

Wie bei vielen oberösterreichischen Schlössern heißt der Chronist der bildlichen Darstellung Georg Matthäus Vischer. Der von Vischer abgebildete Stich aus dem Jahre 1668 zeigt Almegg in der Hochblüte seiner baulichen Gestaltung. Der in der Mitte der Vorderfront sichtbare Haupteingang ist in dieser Form nicht mehr erhalten. Der westlich gelegene alte Schloßberg vermittelt noch ein andeutungsweises Bild des früheren Aufganges und einige gekerbte Granitsteine etwa in der Mitte der westlichen Parkseite, die einige Steinstufen abschließen, zeigen die Stelle des früheren Haupttores. Der heutige Haupteingang, das eiserne Parktor, war früher durch einen Turm überbaut - wir sehen ihn auf der südlichen ("rechten") Seite des Stiches. 

Vom Parkeingang rechts liegt das sogenannte Jägerhaus - in der Mitte der Hauptfassade sieht man das hochbarocke Fresko einer Schutzmantelmadonna als Sonnenuhr gestaltet.

16kB

Vom Parkeingang links erstrecken sich die kulturellen Zwecken gewidmeten Baulichkeiten. Im ersten Stock des Eingangsgebäudes befindet sich die Rustikalgalerie. Der mittlere Teil enthält die zentrale Mehrzweckhalle für alle Arten von kulturellen Veranstaltungen. Der früher rechts und links durch Mauern und Gebäude abgegrenzte Park erstreckt sich heute frei bis zum Hauptturm des Schlosses, dessen keilförmiges Dach 1870 von Franz Freiherrn von Handel in Auftrag gegeben wurde. Auch der kleine Turmbalkon - 1973 restauriert - stammt aus dieser Zeit. Vor dem Schloß stehend rechts, also östlich, sind zwei gotische Spitzbogenfenster, die wahrscheinlich zur Sakristei der im frühen 15. Jahrhundert von den Sachsen errichteten Schloßkapelle zum hl. Erasmus gehörten. Kurz nach 1800 ist die Kapelle in den schluchtartigen Schloßgraben gestürzt und wurde nicht wieder aufgebaut. Oberhalb der Spitzbogenfenster im ersten Stock des Turmgebäudes sieht man links das Wappen der Familie Handel - einen schwarzen Stierkopf in goldenem Feld, rechts das der Guitas - einen Doppeladler in goldenem Feld, darunter zwei blaue Balken auf silbernem Hintergrund. Beide Wappen werden von der siebenzackigen Freiherrnkrone überspannt - darunter die Jahreszahl 1871. Zahlreiche Fenster und Türen der gesamten Anlage weisen gotische Bauelemente auf. Das uralte hölzerne, mit schmiedeeisernen Nägeln bewährte Eingangstor zum Hauptschloß ist deutlich bereits auf dem Vischer-Stich zu erkennen. Von den vier Türmen, die auf der Vorderseite des Stiches zu sehen sind, stehen heute noch der nördlichste (erster von links) an der Rückseite des Schlosses und der dritte von links im südlichen Teil der Anlage. Der Nordturm hat alten Überlieferungen zufolge das düstere Schloßverlies enthalten.

Das Haupthaus enthält Wohnungen für den Eigentümer und für Familienangehörige, sowie Büros. Es ist kein Museum und kann nicht besichtigt werden.

<- Heute | Schlosshof ->

the english pages will be back soon...